Leistungsmessung

Gründe für eine Leistungsmessung

  1. Sie wollen prüfen, ob Ihr Fahrzeug tatsächlich die vom Hersteller angegebene Leistung hat? Wir werden es herausfinden!

  2. Sie haben sich einen Sportauspuff oder eine Komplettanlage gekauft und wollen wissen ob Ihr Fahrzeug nun tatsächlich die vom Hersteller versprochene Mehrleistung hat? Dann sorgen wir mit einer Leistungsmessung für Klarheit.

  3. Sie haben die ständigen Diskussionen mit Ihrem Kollegen wer das schnellere Motorrad hat am Stammtisch satt? Wir finden es heraus, denn Messwerte lügen nicht ;-)

  4. Sie haben zahlreiche Tuningmaßnahmen umgesetzt und wollen nun wissen ob sich die Arbeit in Form von Mehrleistung bezahlt gemacht hat? Auch hier bringt eine Messung Klarheit!

  5. Sie wollen ein gebrauchtes Motorrad kaufen und möchten die Sicherheit haben, dass das Motorrad noch die volle Leistung bringt? Wir helfen Ihnen gerne!

... Sie sehen, es gibt zahlreiche Anwendungsfälle für eine Leistungsmessung...

 

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Preise

  • Leistungsmessung (dynamisch): 65 €
  • Leistungsmessung (statisch): auf Anfrage

Dynamische Leistungsmessung

Die dynamische Leistungsmessung ist das am häufigsten angewandte Verfahren zur Ermittlung von Leistungskurven. Hierbei wird lediglich die Drehzahländerung der Prüfstandsrollen gemessen. Mit dem bekannten Massenträgheitsmoment der Rollen, kann nun der Drehmomentverlauf berechnet werden, der multipliziert mit der entsprechenden Motordrehzahl die Radleistung ergibt. Diese Art der Leistungsmessung findet bei Motorrädern in der Regel im 4.Gang statt.

Zu Beginn einer solchen Messung, wird das Fahrzeug langsam in den passenden Gang beschleunigt, um dann mit Vollgas aus dem Drehzahlkeller (ca. 3000 - 3500 U/min) bis zur maximalen Drehzahl durchzubeschleunigen. Der auf diese Weise gemessene Leistungs- bzw. Drehmomentverlauf, stellt das typische Leistungsdiagramm dar.

Statische Leistungsmessung

Die statische Leistungsmessung setzt einen Prüfstand mit integrierter Wirbelstrombremse voraus, da bei dieser Art der Leistungsmessung zuvor konkret definierte Fahrzustände "angehalten" werden müssen. Ein solcher Fahrzustand wäre z.B. 100% Drosselklappenöffnung, sprich Vollgas und eine Motordrehzahl von 6000 U/min. Um diesen konkreten Fahrzustand auf dem Prüfstand für eine längere Dauer anzuhalten, erzeugt die Wirbelstrombremse eine definierte Gegenkraft um das Hochbeschleunigen des Motors ab der Solldrehzahl von 6000 U/min zu verhindern. Diese Art der Leistungsmessung, wird z.B. zur Optimierung von Zündkennfelder verwendet, da eine Zundwinkeländerung einen sofortigen Einfluss auf die statisch gemessene Leistung hat. Somit kann für jeden Stützpunkt des Zündkennfels der durch Drehzahl und Drosselklappenwinkel bzw. Drehzahl und Saugrohrdruck definiert ist der optimale Zündwinkel ermittelt werden.

Motorleistung vs. Kupplungsleistung vs. Hinterradleistung


Motorleistung:

Die Motorleistung kann ausschließlich auf einem Motorenprüfstand gemessen werden, was gleichzeitig den Ausbau des gesamten Motors nach sich zieht. Da die Motorleistung immer höher ausfällt als die Hinterradleistung, geben alle Motorradhersteller natürlich die höhere Motorleistung in ihren Datenblättern an. Da die Motorleistung aber nur direkt an der Kurbelwelle anliegt, steht Ihnen diese Leistung beim Fahren auf der Straße leider gar nicht in vollem Umfang zur Verfügung.

Kupplungsleistung:

Um die anliegende Leistung an der Kupplung zu erhalten, wird nach erreichen der Höchstdrehzahl bei der regulären Leistungsmessung am Hinterrad die Kupplung gezogen. Während dem anschließenden ausrollen des Walzentrangs auf dem das Hinterrad bzw. die Hinterräder laufen wird die Abnahme der Umdrehungsgeschwindgkeit des Walzentrangs erfasst. Über die Abnahme der Umdrehungsgeschwindigkeit kann dann die Verlustleistung bis zur Kupplung erfasst werden. Diese Verlustleistung wird dann zur zuvor gemessenen Hinterradleistung addiert, wodurch sich die Kupplungsleistung ergibt.

Hinterradleistung:

Die Hinterradleistung wird wie der Name schon sagt, direkt am Hinterrad gemessen. Diesen Wert erhält man bei der Messung auf einem Leistungsprüfstand. Er gibt Auskunft darüber, wieviel Leistung tatsächlich in Vortrieb bzw. Beschleunigung umgesetzt werden kann.

Warum ist die Motorleistung größer als die Hinterradleistung?

Da jedes mechanische System Reibungsverlusten unterliegt, die den Wirkungsgrad (Verhältnis zwischen zugeführter und abgegebener Leistung) des jeweiligen Systems herabsetzen, ist auch der Antriebsstrang eines jeden Fahrzeugs/Motorrads davon betroffen. Das nachfolgende Schaubild soll verdeutlichen, an welchen Stellen im Antriebsstrang Leistungsverluste entstehen.

 

!!! Hinweis: Im Datenblatt der Hersteller, ist immer die Motorleistung angegeben !!!